Unsere Vision und unsere Mission

Jeder junge Mensch in Deutschland hat die Chance auf ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben und fühlt sich als Teil unserer demokratischen Gesellschaft.

Wir rüsten junge Menschen im Alter von 14-24 Jahren mit den Schlüsselkompetenzen des 21. Jahrhunderts und einem starken Glauben an ihre Fähigkeiten und ihren Erfolg aus.

Unser Ziel bis 2025

Unser Ziel ist es, dass ab 2025

  • jährlich 3.000 neue Teilnehmer*innen mit ihrem Duke beginnen und von diesen mindestens 50% herausfordernde Startbedingungen haben
  • mindestes 75% unserer Teilnehmer*innen den Duke erfolgreich beenden und eine Auszeichnung erhalten
  • mindestens 75% aller Teilnehmer*innen durch die Teilnahme am Duke Selbstvertrauen gewonnen haben und sich resilienter fühlen als vor ihrer Teilnahme

Wie wir arbeiten - gesellschaftliches Handlungsfeld

Jugendliche in ihre Kraft bringen

Vielen Jugendlichen fehlt ein geschützter Raum, in dem sie sich unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen und Leistungsdruck als Persönlichkeiten entdecken und entwickeln, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein ausbilden und die konkrete Erfahrung von Selbstwirksamkeit machen können.

Wir glauben, dass wir in Übereinstimmung mit der UN Konvention für die Rechte des Kindes als Erwachsene in der Pflicht stehen, allen jungen Menschen unabhängig von ihrem Hintergrund Erlebnisse und Erfahrungen zu ermöglichen, durch die sie sich als Persönlichkeiten bestmöglich entwickeln und „ihrer verborgenen Kräfte gewahr werden können“ (Kurt Hahn), und die sie befähigen, ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben zu führen.

Ungerechte Zukunftschancen

In Deutschland wuchsen im Jahr 2020 rund 21 Prozent der unter 18-jährigen armutsgefährdet oder auf eine staatliche Grundsicherung angewiesen auf (1). Regional waren es bis zu 25%. Die Corona-Krise droht die Kinderarmut noch zu verschärfen. Laut Auswertungen des Instituts für Arbeits- und Berufsforschung haben 24 Prozent der Kinder und Jugendlichen, deren Familien auf eine Grundsicherung angewiesen sind, keinen Zugang zu einem internetfähigen PC.

Doch auch ohne die zusätzlichen Einschränkungen, die Corona mit sich bringt, hat ein Aufwachsen in Armut, das häufig mit Bildungsferne der Eltern einhergeht, erhebliche Folgen für die Entwicklung von Kindern und beeinträchtigt ihre Zukunftschancen in hohem Maße. Trotz erheblicher Anstrengungen von Politik, Schulleitungen und Lehrkräften verlassen in Deutschland immer noch jedes Jahr mehr als 53.000 junge Menschen die Schule ohne Abschluss, ohne Anschlussperspektive und damit ohne Teilhabe, mit steigender Tendenz. Viele weitere Jugendliche bleiben weit hinter ihren Potentialen zurück, weil sie im Schulumfeld nicht ausreichend gesehen, unterstützt, gefördert und gestärkt werden (können). Ein großer Teil der Schüler*innen mit sozialer und ökonomischer Benachteiligung besucht Schulen, die viele benachteiligte Schüler*innen versammeln.

Ein strukturierter Rahmen für eine eigenverantwortliche Entwicklung des ganzen Menschen

Unter dem Motto „Du kannst mehr, als du glaubst!“ bietet der Duke of Edinburgh’s International Award Schulen und anderen Einrichtungen, die mit jungen Menschen arbeiten, einen weltweit erprobten Rahmen für nichtformale Bildung und Persönlichkeitsentwicklung, die zwar von Lehrkräften oder anderen Erwachsenen begleitet, aber von Jugendlichen selber gestaltet wird und in ihrer Freizeit stattfindet.

Die Teilnahme am Award fordert junge Menschen im Alter von 14 bis 24 Jahren zu großen Träumen heraus, bestärkt sie darin, diese erreichen zu können, aktiviert sie, ihre Welt positiv zu verändern (Entwicklung von „Agency“) und feiert ihre Erfolge.

Wir verstehen den Award gleichermaßen als präventives Programm, das Jugendliche dabei unterstützt, „in ihre Kraft“ zu kommen und ihnen den Weg zu einem erfüllten und selbstbestimmten Leben bereitet, und als Strohhalm, der jungen Menschen nach jahrelangen Misserfolgserfahrungen einen Ausweg aus Resignation, Mutlosigkeit und Schuldistanz bieten kann. Erfahrungen haben gezeigt, dass die Teilnahme auch Schüler*innen, die bereits ohne Abschluss die Schule verlassen haben, (intrinsisch) motiviert, ihren Abschluss auf andere Weise nachzuholen, sobald sie eine Perspektive für sich sehen und an sich glauben.

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1 Lietzmann, T., Wenzig, C. (2020): Materielle Unterversorgung von Kindern. Bertelsmann Stiftung (Hrsg.)

Evaluation unserer Wirkung

Hinsichtlich der von uns angestrebten Wirkungsziele unterscheiden wir zwischen programmspezifischen Wirkungszielen („Outcomes“) und gesellschaftlicher Wirkung („Impact“). Inwiefern unser Programm diese angestrebten Wirkungsziele erreicht, wird jährlich sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Ebene überprüft.

Dabei unterscheiden wir zwischen Fragen, die die Zufriedenheit unserer Teilnehmenden mit ihrer Teilnahme am Award ganz allgemein betreffen, und Fragen, die auf der Basis wissenschaftlich anerkannter Skalen mögliche Wirkungen in Hinblick auf ein gestärktes Selbstvertrauen und Resilienz in den Blick nehmen. Unsere Wirkungsumfragen wurden von der Duke of Edinburgh’s International Award Foundation in Zusammenarbeit mit dem University College London entwickelt und werden in Deutschland von unserem Verein umgesetzt.

Inzwischen gibt es auch erste Ansätze, die Wirkungen des Duke Awards auf gesellschaftlicher Ebene überprüfen. Diese Studien werden von PwC durchgeführt und existieren für einzelne Länder.

Die Ergebnisse der Evaluierungen finden Sie nachstehend.

Unser Team

Unser Team besteht aus Menschen, die für die Themen Potentialentfaltung und Chancengerechtigkeit brennen und einen Beitrag zur Verwirklichung der UN-Kinderrechte und der Nachhaltigkeitsziele leisten wollen.

 

 

 

Unser Beirat

Unser Beirat berät und unterstützt unser Team bei der strategischen Ausrichtung unseres Vereins. Dabei beherzigen wir das Motto des Duke: Wir können mehr, als wir glauben!

Für das großartige Engagement unserer Beiratsmitglieder danken wir von Herzen.

 

 

 

 

Internationales Netzwerk

Unser Verein gehört dem internationalen Netzwerk The Duke of Edinburgh’s International Award Foundation an, das nationale Programmanbieter in über 130 Ländern unterstützt und begleitet.

 

 

 

 

Zur Geschichte des DofE-Awards und des deutschen Trägervereins

Der Duke of Edinburgh hat die Idee eines nationalen Programms zur Förderung der Entwicklung junger Menschen im Herbst 1954 auf Bitte seines ehemaligen Schulleiters Kurt Hahn zum ersten Mal konkret verfolgt.

Der Duke of Edinburgh’s Award ist ebenso wie seine „Geschwister“ Round Square, Outward Bound und United World Colleges untrennbar mit Namen und Pädagogik seines Erfinders Kurt Hahn (1886 – 1974) verknüpft. Wenn sich auch seine direkten Wurzeln an der Schule Schloss Salem finden, wo der Reformpädagoge von der Gründung 1920 bis zur Vertreibung 1933 als Schulleiter wirkte, gehen diese zurück bis zu den Ursprüngen der Pädagogik in Platos Staat und Pindars „Werde, der du bist!“.

Gegründet wurde das Programm von Prinz Philip 1956 in Großbritannien, dessen Titel „Duke of Edinburgh“ es bis heute in seinem Namen führt. Philip war in Salem und danach im „zweiten Salem“ Gordonstoun, das Hahn von 1934 bis 1953 leitete, Schüler.

In den Anfangsjahren war das Ziel, die Zeit zwischen dem Verlassen der Schule im Alter von etwa 15 Jahren und dem Eintritt in den Wehrdienst mit etwa 18 Jahren sinnvoll zu gestalten und jungen Männern die Möglichkeit zu geben, sich in dieser Zeit in ihrer Persönlichkeit weiter zu entwickeln.

Ein erstes Pilotprojekt wurde auf die lokalen Bildungsbehörden, die Marine, die Armee und die Royal Air Force sowie eine Handvoll unabhängiger Schulen und Gymnasien in ganz Großbritannien ausgeweitet. Nach dem ersten Jahr hatten 7.000 Jungen mit ihrem DofE begonnen und etwa 1.000 von ihnen eine Auszeichnung erhalten. Tatsächlich erwies sich das Pilotprojekt als so erfolgreich, dass bald auch in Übersee Projekte ins Leben gerufen wurden, inzwischen auch für Mädchen.

Der Duke entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten immer weiter. 1980 wurde die Altersgrenze erweitert, so dass jeder Jugendliche im Alter von 14 bis 24 Jahren teilnehmen konnte. Zu dieser Zeit nahm der Award sein heutiges Format mit vier Programmteilen an: Dienst, Talente, Fitness und Expeditionen, und auf der Gold-Stufe zusätzlich das Gold-Projekt.

Die Beliebtheit des Awards nimmt weiter zu, inzwischen bieten über 130 Länder und Territorien den Award unter dem Dach der Duke of Edinburgh’s International Award Foundation an.

In Deutschland gründeten 1994/1995 mehrere Organisationen, die bereits unter direkter Aufsicht des Internationalen Sekretariats mit dem Programm arbeiteten, den Trägerverein. Dieser wurde 1996 vom Ministerium für Kultus und Sport Baden- Württemberg als freier Träger der Jugendhilfe und vom Weltprogramm als deutscher „Programmherausgeber“ anerkannt. Zu den Anbietern des Awards in Deutschland gehört auch die Schule Schloss Salem, wo 1920 alles begann. Der deutsche Verein wurde bis zu seinem 25-jährigen Jubiläum in 2020 von Klaus Vogel geleitet.