Was sind Duke Award Expeditionen?

Award Expeditionen sind Touren in der Natur, bei der eine Gruppe von 4-7 Teilnehmenden ein gemeinsames Gruppenziel verfolgt. Dieses Ziel ist die Grundlage für alle anderen Aspekte der Tour: Umgebung, Fortbewegungsart, Routen, Aktivitäten, sowie den abschließenden Bericht.

Die Expedition wird allein durch körperlichen Einsatz der Gruppe ohne motorisierte Unterstützung durchgeführt und ist normalerweise unbegleitet. Die Gruppen verpflegen sich selbst; Ausrüstung, Verpflegung und Zelte werden ständig mitgeführt. Straßen und Ortschaften sollten soweit möglich vermieden werden. Übernachtet wird in Zelten.

Expeditionen sind naturschonende Unternehmungen. Ihr ökologischer Fußabdruck ist deshalb von Anfang an zu berücksichtigen (siehe weiter unten das Thema Umweltschutz).

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10 Regeln

Damit eure Unternehmung in der Natur eine richtige Duke Award Expedition ist, gibt es auf der ganzen Welt einen Katalog an Regeln, den ihr einhalten müsst. Aus medizinischen Gründen können, in Absprache mit dem Verein, Ausnahmeregelungen vereinbart werden. Lade dir die Datei hier herunter:

Expeditionsregeln

Vorbereitung

Bevor du deine Expedition startest, lernst du alles, was du für ein sicheres und gelungenes Abenteuer brauchst. Dazu gehören wichtige Fähigkeiten wie Navigation, Routenplanung und das Einschätzen von Risiken. Je nach Art deiner Expedition übst du außerdem Aktivitäten wie Wandern, Kajakfahren oder Radfahren.

In der Vorbereitung beschäftigst du dich unter anderem mit:

  • Camping, Essen und Kochen unterwegs
  • Navigation und Orientierung
  • Erster Hilfe und Verhalten in Notfällen
  • dem richtigen Umgang mit Ausrüstung
  • Beobachten, Dokumentieren und Festhalten deiner Erfahrungen
  • Routenplanung
  • Teamarbeit und Leadership
  • einem verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Umwelt

Wenn du mit Freund:innen unterwegs bist, die nicht am Duke of Edinburgh’s International Award teilnehmen, sollten auch sie in die Vorbereitung einbezogen werden.

Checkliste für Teilnehmende

Vor deiner Abschlussexpedition absolvierst du auf jeder Award-Stufe mindestens eine Probeexpedition. Dabei kannst du das Gelernte in der Praxis anwenden, Erfahrungen sammeln und gemeinsam mit deinem Team herausfinden, was bereits gut funktioniert und woran ihr noch arbeiten möchtet.

Die Probeexpedition dauert mindestens einen Tag und eine Nacht in der Umgebung, die auch für eure Abschlussexpedition gewählt wurde. Idealerweise ist sie ähnlich lang wie die Abschlussexpedition, damit ihr euch bestmöglich vorbereiten könnt.

Planung

Es liegt in der Verantwortung der Teilnehmenden, die Expedition zu planen. Deshalb muss zunächst das Gruppenziel bestimmt werden, und daran abgeleitet legt ihr eure Fortbewegungsart, Übernachtungsplätze, Routen, und Aktivitäten unterwegs fest. Gruppenziele können ganz vielfältig sein: Messung von Wasserqualität, Beobachtung von Sternbilder, Reflexion der Gruppenstimmung, Bestimmung von Bäumen…

Um die Route zu planen, braucht ihr eine topografische Karte (aus Papier, nicht digital!) von der Region, die Duke Award Streckentabelle und Wissen über UTM-Koordinaten. Klingt kompliziert? Deshalb bekommt ihr zunächst von eurem Award Leader eine Expeditionsausbildung, damit ihr Zelte aufbauen könnt, mit dem Trangia-Kocher kochen und das Navigieren beherrscht. Die Ausbildung ist abhängig von eurem Gruppenziel und der gewählten Route.

Bevor ihr mit eurer Abschlussexpedition starten könnt, braucht es eine min. 1 Tag/1 Nacht lange Probeexpedition. Hier könnt ihr eure Fähigkeiten testen, letzte Fragen klären und eurem Award Leader beweisen, dass ihr bereit für euer Abenteuer seid!

Expeditionsausrüstung

Es geht bald los? Dann schau dir doch mal unsere Packliste an.

 

Packliste

Nachhaltige Expeditionen

Vielleicht fragst auch du dich: Wie kann ich meine Expedition nachhaltiger gestalten? Auch hier kannst du deinen eigenen CO2-Fußabdruck verringern  – wir zeigen dir wie!

Expeditionsgebiet: Die An- und Abreise sollte mit ÖPNV möglich sein. Verzichtet auf Autos und Flugzeuge. Du musst nicht weit weg reisen, um eine tolle Expeditionserfahrung zu erleben.

Übernachtung: Sucht einen umweltfreundlichen Camping-Platz aus. Ein guter Wegweiser ist das Label Ecocamping.

Expeditionsausrüstung: Bevor ihr euch Material für die Expedition kauft (Rucksack, Wanderschuhe, Schlafsack), fragt doch mal eure Freunde und Familie, ob ihr euch etwas leihen könnt. Solltet ihr etwas neu kaufen, achtet auf die Herkunft und Nachhaltigkeit der Produkte.

Einkaufen: Besonders großen Einfluss auf euren CO2-Fußabdruck hat der Verzicht auf Fleisch. Außerdem ist es sinnvoll lokale und regionale Produkte zu kaufen, da diese keine langen Lieferwege zurück legen mussten.

Kochen: Befüllt euren Camping-Kocher mit Bioethanol und setzt diesen sparsam ein.

Abfall: Lasst keinen Müll zurück, trennt diesen und verzichtet soweit möglich auf Plastikmüll. Nehmt Müllbeutel mit.

Umgang mit der Natur: Bleibt auf den Wegen, beschädigt keine Pflanzen und reduziert euren Lärm (Stichwort Lärmverschmutzung).

Leave no Trace: Hinterlasse keine Spur! Lerne die sieben Prinzipien der Leave No Trace-Kampagne kennen und erfahre, wie du dich verantwortungsvoll in der Natur bewegst.

Umweltschutz

Du möchtest auf deiner Expedition auch deinen Klima-Handabdruck vergrößern? Super Idee – wir haben hier ein paar Anregungen für dich: 

  • Überzeugt den Rest der Gruppe von den obigen naturschützenden Maßnahmen und setzt diese konsequent um.
  • Hebt ganz bewusst Müll auf, den ihr im Wald findet. Dies kann auch euer Gruppenziel sein.
  • Überzeuge deine Schule Expeditionsmaterial anzuschaffen. So kann jeder neue Jahrgang das Material nutzen und Ressourcen werden geschont.
  • Überzeugt eure Award Leader umweltschonend unterwegs zu sein, z.B. mit dem Fahrrad im Expeditionsgebiet.
  • Tut gutes und sprecht davon! Erzählt Freunden/Familie von der Expedition und wie ihr euch für den Umweltschutz stark gemacht habt.

 

Engagiere dich für Umweltschutz