Blog 13.08.2026

Alumni Spotlight: Mareike Garber

Für unser erstes Alumni Spotlight haben wir mit Mareike Garber gesprochen, die während ihrer Jugend alle drei Stufen des Duke of Edinburgh’s International Award erfolgreich abgeschlossen hat. Auch nach ihrer eigenen Award-Zeit ist sie dem Programm eng verbunden geblieben und setzt sich mit großem Engagement dafür ein, jungen Menschen in ihrer Community die gleiche lebensverändernde Erfahrung zu ermöglichen. Im Interview berichtet sie von ihren persönlichen Erlebnissen, erzählt, wie der Award ihr Leben bis heute prägt, und erklärt, warum es sich lohnt, sich auch langfristig für das Programm einzusetzen.

„Wir haben alle so großartige und prägende Erfahrungen mit dem Duke gemacht und wollten diese Möglichkeit auch gerne weiteren Jugendlichen schenken.“

Wer bist du, welche Award Stufe(n) hast du absolviert/wann?

Ich bin Mareike Garber, 28 Jahre alt und habe die Award Stufen Bronze, Silber und Gold absolviert. Angefangen hat die Duke Reise in der 8. Klasse 2011 und endete im November 2016 mit dem Abschluss der Goldstufe.

Erinnerst du dich noch an den Moment, als du mit dem Duke Award begonnen hast? Was hat dich damals motiviert?

Bei uns in der Schule gab es damals eine Informationsveranstaltung der höheren Klassen. Dort haben sie von ihren Erfahrungen mit dem Duke berichtet. Besonders der Teil mit der Expedition hat mich sehr begeistert. Ich hatte zwar schon erste Erfahrungen mit Outdoorabenteuern, aber bisher beschränkten sich diese doch eher auf Campingurlaub. Die Vorstellung noch mehr in der Natur zu sein, hat mich damals sehr fasziniert und begeistert. Da muss ich sagen das hat meine Motivation sehr gesteigert. Zudem hatte ich das Gefühl, dass ich viele Aktivitäten aus meinem Alltag integrieren konnte. Somit fühlte es sich nach einer gut schaffbaren Challenge an.

 

Mareike (links) und ihre Bronze Gruppe auf Expedition

Welcher Moment deiner Duke-Reise ist dir bis heute besonders in Erinnerung geblieben?

Mir sind viele Momente von meinen Expeditionen in Erinnerung geblieben. Auf der Bronzeexpedition haben wir auf einem Platz von Pfadfinder übernachtet, uns abends gruselige Geschichten erzählt und hatten die gesamte Nacht Angst, dass jetzt gleich jemand kommt und uns was Böses will. Im Nachhinein müssen wir viel darüber lachen.

Auf der Silberexpedition waren wir mit dem Kanu unterwegs. Den einen Abend waren wir relativ spät unterwegs, aber statt uns zu stressen, haben wir den Moment genossen und die langsam untergehende Sonne beobachtet. Parallel hat einer Lieder auf der Gitarre gespielt und wir haben alle gemeinsam gesungen. Währenddessen sind wir zwar deutlich langsamer vorangekommen als ursprünglich geplant, dafür haben wir wunderbare Erinnerungen fürs Leben geschaffen und gelernt es muss nicht immer alles nach Plan laufen!

 

Was machst du seit dem Duke Award?

Im gleichen Schuljahr, wie mein Abschluss der Goldstufe, habe ich mein Abitur abgeschlossen. Anschließend habe ich 2017 eine Ausbildung zur Notfallsanitäterin angefangen und 2020 erfolgreich abgeschlossen. 2022 habe ich dann berufsbegleitend angefangen Medizin- und Notfallpädagogik zu studieren. Zusätzlich bin ich seit 2024 in der Aus- und Fortbildung von rettungsdienstlichem Personal tätig. Kürzlich habe ich mein Bachelorstudiengang erfolgreich abgeschlossen. Seit April diesen Jahres bin ich zudem im Masterstudium für Gesundheitspädagogik eingeschrieben. Aktuell ist mein Alltag somit von arbeiten und unterrichten im Rettungsdienst sowie meinem Studium geprägt.

Welchen Einfluss hatte der Duke Award auf deinen weiteren Weg?

Der Duke hat mich definitiv motiviert mir öfter Dinge zuzutrauen, vor denen ich anfänglich Respekt und Ehrfurcht hatte. Aber das Motto „Du kannst mehr, als du glaubst“ begleitet mich da bis heute häufig in meinem Alltag. Teilweise bringe ich mir selbst das Motto nochmal näher und wenn ich Zweifel habe, übernehmen meine Freunde das für mich, um mich zu motivieren und mich zu erinnern mehr Vertrauen in mich zu haben.

Welche Fähigkeiten oder Erfahrungen aus dem Award begleiten dich heute noch im Berufs- oder Privatleben?

Spontan würde ich sagen alle Fähigkeiten und Erfahrungen aus dem Bereich Expedition begleiten mich sehr aktiv bis heute. Auch bis zum heutigen Tag sind meine liebsten Urlaube und Ausflüge häufig die, die das Zelt und den Kocher draußen involvieren. Zudem habe ich das Gefühl die Navigation mit Karte und Kompass und vor allem das Übertragen von der Realität auf die Karte und umgekehrt fällt mir deutlich leichter als anderen Menschen.

Beruflich hat mich mein Engagement auf jeden Fall nachhaltig geprägt. Damals habe ich im Rahmen von Nachhilfe erste Erfahrungen dabei gesammelt Jugendlichen zu helfen ihre schulischen Leistungen zu verbessern. Heute bin ich in der Lehre tätig und darf Erwachsene dabei begleiten ihre Leidenschaft und Kenntnisse für ihnen unbekanntes berufliches Feld zu entdecken, das bringt mir große Freude.

 

Mareike (links) auf Fahrradexpedition.

Hat dir der Duke Award dabei geholfen, neue Chancen zu ergreifen oder selbstbewusster Entscheidungen zu treffen?

Der Duke hat mich auf jeden Fall motiviert auch langfristig weiter Abenteuer zu ergreifen, insbesondere was Aktivitäten in der Natur angeht. Durch etwaige Hürden, die mir dort begegnet sind, und die ich mit meiner Gruppe immer gemeinsam gemeistert habe, ist mir deutlich bewusster geworden, dass wir als Gruppe aber auch ich als Individuum alles schaffen kann!

Somit bin ich anschließend an vielen Hürden selbstbewusster ran gegangen und habe mir auch gerne das Motto „Du kannst mehr, als du glaubst“ immer wieder gesagt.

Wie ging es nach deinem Gold Award weiter? Warum hast du dich entschieden, dem Duke Award als Ehrenamtliche treu zu bleiben?

Zeitgleich mit mir haben damals noch einige andere die Goldstufe abgeschlossen. Bis dato wurde diese von überwiegend pensionierten Menschen betreut, die bereit waren den Staffelstab weiterzugeben. So wurden wir gefragt, ob wir uns vorstellen könnten die Goldstufe künftig zu betreuen. Die Bronze und Silberstufen sind in guter und fester Betreuung der örtlichen Schulen. Der erhöhte Aufwand insbesondere im Rahmen der Goldexpeditionen hat dazu geführt, dass dies nicht an den Schulen stattfinden konnte. So haben wir uns damals dazu entschlossen die Goldstufe weiter zu betreuen. Wir haben alle so großartige und prägende Erfahrungen mit dem Duke gemacht und wollten diese Möglichkeit auch gerne weiteren Jugendlichen schenken.

Zusätzlich zu der reinen Goldstufe haben wir uns im letzten Jahr, in Absprache mit Vanessa, dazu entschlossen die Duke Direkt Stufe zu übernehmen. Somit bekommen noch einmal deutlich mehr Jugendliche die Chance an dem Award teilzunehmen, insbesondere wenn an ihren eigenen Schule die Infrastruktur des Duke noch nicht vorhanden ist. Mit dieser mittlerweile nicht mehr ganz so neuen Aufgabe nutzen wir die Chance als Award Leader und Team zu wachsen!

Gibt es einen Moment als Award Leaderin, der dich besonders berührt oder stolz gemacht hat?

Insbesondere die Expeditionen unserer Goldies machen mich jedes Mal aufs Neue stolz. In den Planungsphasen gibt es häufig noch Chaos oder terminliche Schwierigkeiten. Das führt dazu, dass die Planung schneller und trotzdem akribisch angeschaut werden müssen, als uns manchmal lieb ist. Aber wenn wir dann mit den Jugendlichen unterwegs sind, die Planungen funktionieren, sie mit den Hürden einer Expedition sehr gut umgehen und uns abends ganz stolz davon berichten, macht auch mich das immer stolz. Das ist der Moment, wo ich dann keinerlei Zweifel mehr habe warum ich den Duke als das beste Ehrenamt empfinde, was mir passieren konnte.

 

Als Küchencrew unterstützt Mareike (3. von rechts) die jährliche gemeinsame Tydal-Expedition aller am Duke teilnehmenden Schulen aus Elmshorn.

Warum lohnt es sich deiner Meinung nach, etwas an die Duke-Community zurückzugeben?

Zu sehen wie sich die Jugendlichen weiterentwickeln und über sich hinauswachsen, macht einfach glücklich. Als Award Leaderin kann ich dabei sein, während sie prägende Erinnerungen und Erfahrungen für den Rest ihres Lebens erschaffen, es gibt nichts Schöneres.

Hast du einen Rat für unsere jüngsten Alumni?

Nutzt eure Erfahrungen und gebt sie gerne anderen mit auf den Weg! Der Wechsel in die Award Leader Rolle lohnt sich und bringt sehr viele neue und schöne Erfahrungen! Auch abgesehen vom Duke gibt es viele großartige Möglichkeiten sich zu engagieren, bleibt euch und euren Interessen treu und macht worauf ihr Lust habt. Und niemals vergessen: Du kannst mehr, als du glaubst!